Dänemark 2011

11. May. 2011

In eine komplett andere Richtung hat es uns diesesmal verschlagen.


Anstatt der gewohnten arabischen Reiserichtung in den vergangenen Jahren haben wir uns nun, wegen der allgemeinen politischen Lage, wieder auf Europa konzentriert.


Kurzerhand haben wir unsere Sachen gepackt und haben unseren Landy auf schönen Straßen, Richtung Dänemark geschickt.


Elfriede durfte seit langem wieder mal mit auf eine große Reise. (Bei Hunden gibt es keine strengen Bestimmungen. Hundepass und aktuelle Impfungen sind erforderlich. Ebenso wie der Chip und eingetragene Besitzer. Diese werden bei Kontrollen auch streng kontroliert.)


Ein kurzer Zwischenstopp in Hamburg und dann Kiel als Ziel, war der Anfang.
In Kiel haben wir einen sehr guten Freund mit seiner lieben Freundin besucht. Zu feiern gab es nämlich auch schon was. Einen 30er des Kieler Kollegen.


Nach einer angenehmen Geburtstagsfeier im familiären Kreis, haben wir am näcshten Tag eine kurze Fahrt durch Kiel gemacht.


Am späten Nachmittag, haben wir dann mit der Fähre von Fehmarn nach Dänemark übergesetzt. Nach Ankunft war Landkartenkauf angesagt und ein kurzes Stell-Dich-Ein.

Die erste Nacht haben wir an den berühmten Kreidefelsen verbracht. Stürmisch, kalt und nass. Doch dank der Standheizung absolut kein Probelem.


In den nächsten Tagen war ich sehr von Dänemark überrascht. Ich hatte nie gedacht, dass es hier so viel zu sehen gibt. Allein die Anzahl der Museen ist enorm. Und ich kann nur eines sagen: Ein Museum ist schöner als das andere und jedes auf seine eigene Art und Weise ansehnlich. Daher haben wir unsere anfangs geplante Route umgeändert und uns nur auf den südlichen Teil Dänemarks konzentriert. Also quer von Kopenhagen nach Fanö und dann über das Festland/Flensburg retour nach Tirol.


Hier kurze Eckdaten der Sehenswürdigkeiten:



  • Mon - Kreidefelsen/Meeresbiologisches Zentrum

  • Kopenhagen - Botanischer Garten/Altstadt/Hafen-City

  • Roskild/Horslev - Fjord/Altstadt/Dom

  • Holbaek - Vikinger-Schiffs-Museum

  • Kalundborg - Hafenstadt/Schiffahrtsmuseum

  • Korsor - diverse Museen/gigantische Brücke über das Meer

  • Nyorg - Fjord

  • Odense - Eisenbahnmuseum/H.C. Andersen Museum/Vikingermuseum/Dom

  • Egeskov - Schloss/Museum/ 124ha Freilichtmuseum (min. 6 Stunden Besuchszeit)

  • Faaborg - Marinemuseum/Naturhistorisches Museum

  • Svendborg - Wahl-Naturmuseum

  • Frederica - Hafenstadt

  • Esbjerg - größter Hafen von West-Dänemark

  • Ribe - Vikingermuseum und Vikingerzentrum

  • Romö/Fanö - schöne Strände jedoch in den Hauptzeiten Touristen überladen

  • Mando - Insel welche nur über einen Damm zu erreichen ist. Mit dem 4x4 auch bei Flut. Ein einzigartiges Erlebnis.

Weiters sind in fast jeden größeren Dorf Museen oder Sehenswürdigkeiten zu finden. Einfach die Augen offen halten.


Einzig das wilde Campieren ist hier absolut verboten. Es ist übrigens strengstens Verboten, direkt auf den Strand zu fahren oder zu Parken. Hier nur bei beschilderten Parkplätzen. Man sollte, um Probleme zu vermeiden, Campingplätze anfahren oder mit Erlaubnis der Besitzer auf Privatgrundstücken stehen. Wir haben es jedoch immer nach langer Suche geschafft, einen guten Platz, direkt am Meer zu finden.
Duschen kann man ohne Probleme und für ein paar Euro auf jeden Campingplatz.
Mülltonnen zur ordentlichen Entsorgung gibt es hier mehr als genug.


Im allgemeinen ist Dänemark mit seinen Bewohnen ein gemütliches und sehr freundliches Land. Einzig an Orten, welche bereits vom Tourismus geschädigt wurden, merkt man, eine leichte Abneigung für Ausländer. Ich kann aber wieder mal die Österreicher beruhigen. Wir sind auch in Dänemark gern gesehene Gäste und werden gerne in Gespräche mit den Einheimischen verwickelt.
Hier gilt jedoch Ordnung und Gehorsam. Drängeln und rasen auf der Straße sind hier Tabu. (Kaum in Deutschland, sieht die Welt gleich anders aus).
In Dänemark sind die Menschen stets freundlich, hilfsbereit und ein Gruß ist hier immer an der Tagesordnung. Eigentlich alles so, wie man es auch normal gelernt hat und auch hier bei uns gewohnt ist.


Preislich ist es hier auch nicht so schlimm. Man muss nur in den richtigen Geschäften einkaufen und der Preisverglich ist mit unserem in einem. Diesel ist in Dänemark unerwartet "billig". 1l Diesel für ca. 0,86€ bis 1,24€. Eintritte in Museen sind absolut angemessen und manchmal sogar zu billig. In Großstädten wie Kopenhagen, muss man jedoch tief in die Geldtasche greifen. (2 Cappu + 2 Mineralwasser: 19,40€)


Alles in allem, bin ich von Dänemark sehr begeistert. Die nächste Tour dorthin lässt sicher nicht lange auf sich warten. Jedoch muss man für eine erlebnisreiche Tour 10-14 Tage einrechnen. Aber ohne An- und Abreise durch Deutschland.


Gerne stehe ich wieder für Infos zur Verfügung. Wenn ich alles erlebte hier schreiben würde, wäre mehr Platz notwendig. Für den Rest, stehen Fotos und Impressionen bereit.

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