Libyen - eine wunderbare Erfahrung

01. Jan. 2009

Unsere Reise führte uns in einer großen Schleife quer durch dieses wunderbare Land. Die einzelnen Orte und Stationen möchte ich mir hier sparen, da die wenigsten was mit diesen Daten anfangen können.
Im Gesamten war es eine Reise durch ein sehr extremes Land. Extrem jedoch auf Grund der Landschaftlichen Veränderungen. Kaum fährt man noch über gute und asphaltierte Straßen, so steht man im nächsten Moment mitten im Nirgendwo.

Nach den ersten Wüstenkilometern, dachte ich mir wirklich, warum bist Du ausgerechnet hier her gefahren. Wo es doch so viele schöne Plätze mit Wasser, schönen Stränden oder Seen in voller grüner Pracht auf dieser Welt gibt?


Jedoch lehrte mich die Wüste nach kurzer Zeit, warum so viele Menschen dieser Erde eine Sehnsucht nach der rauen und unmenschlichen Gegend haben.


Eines meiner Lieblingszitate stammt vom bekannten Forscher Dr. Gabriel von 1930:


- Unstillbare Sehnsucht, legt die Wüste in das Herz des reisenden.-


Es ist genau das, was wir hier in unserer Zeit nur mehr selten erfahren können.


Unendliche Weiten, keine Menschenseele, Stille und das Phänomen Natur.
Wo man glaubt, nichts würde mehr überleben können, beweist und die Natur das Gegenteil. So weit das Auge sehen kann, kein Baum, Tier oder Grashalm. Dies hunderte Kilometer.


Doch dann, mitten im Nichts: Eine einzige Blume, ein allein stehender Baum, die in der Blüte ihres Lebens stehen und sich kaum von den Pflanzen in Europa unterscheiden.


Da fängt man an zu denken, zu begreifen, zu verzweifeln.


Eindrücke zum Sonnenaufgang, am Tag und beim Sonnenuntergang, laufend Ereignisse während der Reise, Problemlösungen bei Pannen, was zum lachen, aber auch zum verzweifeln.


Nach nur einigen Tagen, vergisst man den hektischen Alltag, wobei man seine Zeit nur dazu braucht um seinen Luxus und Standard, den man täglich genießt aufrecht zu halten. All diesen Luxus vermisst man auf ein mal nicht mehr. Man lebt den Tag und genießt das Leben mit seinen täglichen Erfahrungen und Eindrücken. Viel dazu beigetragen haben die Begegnungen mit den einheimischen Leuten. Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft sind hier ganz groß geschrieben. Trotzdem, dass wir nicht die selbe Sprache hatten, funktionierte die Völkerverständigung ohne Probleme. Man lernt hier auch schnell dazu. Luxus, hier in Mitten der Wüste ist, was für uns schon selbstverständlich geworden ist: Wasser und Gesundheit.


Leider muss man auch feststellen, dass die hochmodernen Einflüsse auch hier Ihre Kreise ziehen. In den Städten und Randregionen gibt es kaum noch Menschen, ohne Handy oder Fernseher.


Ich habe mich dennoch gefreut, die wahre Kultur und die Gastfreundschaft von den Libyern kennen gelernt zu haben. Sei willkommen. Du bist unser Gast. Hat man hier stets gesagt. Wir wurden nie als Tourist bezeichnet. Wohl auch als Dank dafür, dass wir immer deren Kultur, die Religion und das Land respektierten. Denn wir sind hier auch nur zu Gast.


Ich/Wir können daher nur das aller Beste von diesem wunderbaren Land erzählen. Und wir werden auch sicherlich wieder einen Tour durch Libyen planen.

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