Tunesien 2010

24. Oct. 2010
Tunesien 2010

Tunesien 2010. 14 Tage lang durchquerten wir dieses Land.
Mit positiven und neuen Eindrücken.


3:00h Abfahrt in Pertisau. 3:30h Treffpunkt bei Mario. 4:00h Treffpunkt in Innsbruck mit Lupo. Gemütlich geht die Fahrt nach Genua, zu unserem Abfahrtshafen zum Einschiffen. Die Anmeldung ist schnell erledigt und wir warten auf die Fähre. Dabei bewundern wir diverse Fahrzeuge, welche zu zahlreichen Rallys in die Wüste fahren. Ca. 17:00h Einschiffen und Check In auf der Cartage. Wir haben ein super Zimmer mit Fenster und somit Meerblick erhalten. Auch dass wir alle zusammen in einem Zimmer untergebracht sind, ist diesmal eine super Sache. Gemütliches Abendessen, dann einige Biere an der Bar. Dann war Bettruhe angesagt. Tagwache war um ca. 9:00h. Frühstück und flanieren bis zur Ankunft in Tunis um 16:00h. Nach Instalation der Navis und Funkgeräte, ging der Weg der Küste entlang nach Boficha. Obwohl das Wetter anfangs beständig war, entwickelte sich dieses in kuzer Zeit zu einem Monsunregenartigen Unwetter. Fazit: In den Dörfern stand das Wasser bis zu 30cm und unsere Wüstenfahrt beginnt mit zahlreichen Wasserdurchquerungen. In Boficha angekommen, suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen und schlugen unser 1. Nachtlager auf. Romantisches Abendessen und Campieren direkt am Meer mit genügend Regen.


Am nächsten Tag ging die Fahrt nach Douz, dem Tor zur Sahara.

Gruppenbedingt, wurde das Vorhaben eine große Rundtour durch Tunesien, mit Wegen abseits der Piste und Campieren in freier Natur und dem Moto, "Der Weg ist das Ziel", schnell und radikal umgeplant.


So bestand unsere 14 tägige Reise aus fixen Standpunkten in Campingplätzen in Douz, Ksar Ghilane, sowie Hotelaufenthalten in Kairuan und la Marsa.


Von den jeweiligen Fixpunkten wurden so gut wie möglich, fahrten zu diversen, angestrepten Punkten gemacht.
Tunis-Boficha-Douz-Ksar Ghilane-Jerba-Port el Kantaui-Nefta-Touzeur


So waren unsere Tagespunkte mit Rückkehr zum Ausgangspunkt:



  • Sandrosenplatz, nahe der Allgerischen Grenze

  • Verlorener See (auch bekannt als roter See)

  • Diverse Drehorte von Krieg der Sterne

  • Quatausflug

  • Salzsee

  • Jerba/Tunis/Douz/Kairuan/Port el Kantaui/usw.

  • Märkte und Bazaare

  • usw.

Bis auf wenige Pisten, welche wir kurzerhand auf uns nahmen, ist alles schön per Straße zu erreichen. Unglaublicherweise könnte man diese 14 tägige Tour auch problemlos mit dem Wohnmobil oder PKW machen. So sieht man, wie sich dieses Land extrem nach vorne bewegt hat. Ausgebaute Straßen und eine bessere Infrastruktur.


Neben den üblichen Tunesischen Touristenanlaufzielen haben wir einige Märkte der einheimischen gefunden und auch gleich besucht. Hier kann man zu den richtig guten Preisen einkaufen. Manchmal mit Handeln, sonst gelten hier aber Fixpreise. So kann man hier die begehrten Halstücher für ca. 0,40 €Cent erwerben. Bei Touristisch bezogenen Märkten kommt solch ein Tuch gleich auf 3-10 Euro. Je nach Qualität und Größe.


Da zum letzten Teil der Tour das Wetter wieder schlechter wurde, beschlossen wir, in der Nähe von Tunis zu bleiben. In Tunis besuchten wir 2 mal den großen Markt in der Altstadt. Um hier die interessanten Winkel zu finden, braucht es Zeit und ein gutes Auge. Selbst bei 3 Tagen Markt, hätte man noch nicht alle Gassen und Winkel gefunden.


Auf Wunsch, hatten wir für den Verlorenen See einen Guide gebucht, der uns dort "schnell und problemlos" dorthin führte. An den zwei Tagen hin und zurück, konnten wir sicherlich pro Tag 4-5 Stunden mit dem Guide gutmachen. Andere Gruppen hatten manchmal Ihre Mühe in den Dünen. Jedoch das absolute Abenteuer und Teamwork.
Da dies jedoch geschmacksache ist und auch der Guide einen passablen Preis machte, war dies unsere Entscheidung.


Auch die Rally "El Chott" war während unseres Aufenthaltes in Tunesien zu Gast. Jedoch konnte man nicht alle davon überzeugen, 13 Kilometer der Rally entgegen zu fahren. Und so verbrachten wir einen langen Nachmittag in Douz in der Stadt und dam am Campingplatz.


Auch eine Fahrt über den Chot Jebil, dem Salzsee, war Pflicht.


Auf der Fähre, konnte ich es noch organisieren, dass wir den beindruckenden Motorraum des Schiffes und die Technik besichtigen konnten.
Die Daten zum Verbrauch und Leistung lassen wohl jedem den Atem stocken.
So z.B. hat das Schiff einen Verbrauch von 60 Tonnen Diesel in 24 Stunden.
Die Stomagregate haben eine Leistung, dass auch eine Kleinstadt wie La Goulette, problemlos versorgt werden kann. 6000 Liter Motoröl pro Motor. Also wirklich beindruckend.


Alles im allen haben wir erneut neue Eindrücke gesammelt und freuten uns wieder auf unser trautes Heim. Nach der Einschiffung in Tunis, haben wir noch von dem Pech unserer kürzlich kennen gelernten Bekannten erfahren. Einer hatte mit seinem Defender ein Kabelproblem und dadurch Feuer gefangen. Zum Glück konnte ein großer Schaden verhindert werden. Da nur noch der Motor provisorisch zum laufen gebracht werden konnte, haben wir den 90er Defender auf der Heimfahrt von Genua nach Tirol in die Mitte genommen und so weit wie möglich Richtung Heimat begleitet. Wie es aber dann zu dunkel und gefählich wurde, da der defekte 90er kein Licht mehr hatte, parkten wir diesen an einer Raststätte, wo er dann am nächsten Tag abgeholt wurde.


Erneut zeigte sich, dass unser kleiner Landyverein eine gute Mischung ist uns sich schöne Reisen organisieren lassen.


Nun habe ich Tunesien bereits zum ca. 10. Mal bereist. Auch Libyen und Ägypten habe ich schon gesehen. So werde ich diesen Abschitt in meiner Reiseplanung abhacken und neue Länder bereisen. Nächster Reisepunkt in meiner Landkarte ist Paris. In wenigen Tagen machen wir einen 4 tägigen Städteurlaub mit viel Kultur und Sigthseeing.


Aber jetzt hat uns der Alltag wieder und wir gehen all unseren gewohnten Tätigkeiten nach.

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